Prof. Henryk Skarżyński durch die Technische Universität Warschau ausgezeichnet

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Prof. Henryk Skarżyński durch die Technische Universität Warschau ausgezeichnet

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Prof. Henryk Skarżyński durch die Technische Universität Warschau ausgezeichnet

Während der Eröffnung des Hochschuljahres 2017/2018 an der Technischen Universität Warschau erhielt Prof. Henryk Skarżyński die Statuette und den Titel des „Freundes der Fakultät für Materialingenieurwesen”. Die Feier fand am 2. Oktober 2017 in Warschau statt. Prof. Skarżyński wurde für seine langjährige aktive Zusammenarbeit mit der Fakultät auf dem Gebiet des Materialingenieurwesens und seinen Beitrag zur Entwicklung der Fakultät und ihrer wissenschaftlichen Position ausgezeichnet. Die Ehrenauszeichnung erhielten auch Prof. Urszula Markiewicz und Dr. Ing. Dariusz Dziba.

In der Laudatio auf Prof. Henryk Skarżyński, die von Prof. Jarosław Mizera, Dekan der Fakultät für Materialingenieurwesen und Vorsitzendem der Jury gehalten wurde, lesen wir: „Ich will Sie nur an die wichtigsten Forschungs- und Umsetzungsleistungen des Herrn Professor erinnern. Prof. Skarżyński implantierte 1992 als der erste in Polen ein Cochlea-Implantat bei einer gehörlosen Person und startete damit das Programm der Behandlung des vollständigen Hörverlustes hierzulande. Sechs Jahre später führte er die erste Operation der Implantation von Hirnstammimplantaten durch. 2002 entwickelte er als der weltweit erste das Programm der Behandlung des partiellen Hörverlustes bei Erwachsenen und 2004 bei Kindern. Dank zwei Jahrzehnten seiner Tätigkeit ist Polen in der Weltspitze von Ländern, die das Screening der Hörfähigkeiten bei Kindern im verschiedenen Alter durchführen. Er ist Mitautor multimedialer Instrumente für das Hörscreening („Ich höre…”, AS Audiometer), aber auch für das Seh- („Ich sehe…“) und Sprachscreening („Ich spreche…“). All die Instrumente machten das hierzulande erste interaktive medizinische Portal „Telezdrowie“ (dt. „Telegesundheit“) aus. Herr Professor betreibt eine breite Bildungstätigkeit für in- und ausländische Studenten und Ärzte, indem er Vorträge hält und Schauoperationen durchführt. Er ist Mitautor von über zehn Patenten. Seit 2011 ist er Landesberater für HNO-Heilkunde. Er ist auch Ideengeber und Gründer einer landes- und weltweit einmaligen medizinischen Einrichtung – des Weltzentrums für Gehör in Kajetany bei Warschau, das den integralen Bestandteil des Institutes für Physiologie und Pathologie des Gehörs bildet. Er ist ein hoch dekorierter Mensch: Ehrenprofessor der Universität Provo, USA (1998), der Staatlichen Medizinischen Universität „Nicolae Testemitanu” in Kischinau, Moldawien (2013 r.) und des Institutes der Mutter und des Kindes in Bischkek, Kirgisistan(2016); Doktor honoris causa der Akademie für Spezialpädagogik (2011), Universität Warschau (2012), Maria-Curie-Skłodowska Universität (2014). Er ist Mitglied der wichtigsten ausländischen wissenschaftlichen Gesellschaften, Vorsitzender des Komitees der Klinischen Wissenschaften der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Mitglied des Wissenschaftlichen Rates am Gesundheitsministerium, stellevertretender Vorsitzender des Hauptrates der Forschungsinstitute, Ehrenmitglied der polnischen und slowakischen HNO-Gesellschaft, das erste polnische Mitglied der amerikanischen HNO-Gesellschaft American Otological Society und der amerikanischen neurootologischen Gesellschaft American Neurotology Society, Mitglied von CORLAS, POLITZER, ISA, IAO, EAONO , EFAS u.v.a.

Professor Skarżyński wurde mit einigen zehn staatlichen Preisen (vom Präsidenten der Republik Polen, Regierungschef, von Gesundheitsministern, Ministern für Wissenschaft, Außen-, Wirtschafts-, Entwicklungs- und Bildungsministern), Preisen der medizinischen Kreise und vielen in- und ausländischen Prestigepreisen ausgezeichnet. Vom Präsidenten der Republik Polen erhielt er das Ritter-, Offiziers- und Komturkreuz des Ordens Polonia Restituta, weitere staatliche Auszeichnungen vom belgischen König sowie vom georgischen und ukrainischen Präsidenten. Er ist Ehrenbürger der Hauptstadt Warschau und der Stadt und Gemeinde Czyżew. Anlässlich des 25. Jubiläums der Wiedererlangung der Freiheit von Polen erhielt er von Lesern der Zeitung Gazeta Wyborcza und Zuschauern des Senders TVN den Titel des Menschen der Freiheit in der Kategorie „Wissenschaft“. Auch die kirchlichen Kreise haben die Leistungen des Professors mehrmals ausgezeichnet: Mit der Medaille “Für Verdienste für die Erzdiözese Warschau“ vom Kardinal Kazimierz Nycz, Primasmedaille von Seiner Eminenz Erzbischof Wojciech Polak, Primas von Polen und Papstmedaille Pro Ecclesia et Pontifice vom Papst Franziskus. Er ist Besitzer des Ordens des Lächelns und des Ecce-Homo-Ordens. Er wurde mit Medaillen der Medizinischen Universität Warschau, Frédéric-Chopin-Musikuniversität, Technischen Universität Warschau, Warschauer Naturwissenschaftlichen Universität, Technischen Universität Danzig, Maria-Curie-Skłodowska-Universität und v.a. ausgezeichnet. Seit einigen Jahren arbeiten er und sein Team mit der Fakultät für Materialingenieurwesen bei der Umsetzung von Forschungsprojekten zusammen.

Während der Eröffnungsfeier des Hochschuljahres hielt Prof. Skarżyński den Eröffnungsvortrag u.d.T. „Rolle des Gehörs in der Entwicklung der modernen Gesellschaft. Das Wesen des Risikos und der Führerschaft“. Prof. Skarżyński, der das Modell der Betreuung von gehörlosen und schwerhörigen Personen in Polen von Grund auf entwickelte, das die Frühdiagnostik, Behandlung und Rehabilitation umfasst, teilte gerne sein Wissen und seine Erfahrung mit der jungen Generation.

Wir haben bereits viel getan, aber es ist noch viel zu tun – sagte er während des Treffens über Leistungen des von ihm geleiteten Teams. Kürzlich sind 25 Jahre vergangen, als ich die Arbeit am Programm der Cochlea-Implantation aufnahm, sowie 20 Jahre seit der Gründung des Institutes für Physiologie und Pathologie des Gehörs. Es war vor allem eine Zeit der Arbeit. Heute können wir uns über den Erfolg freuen, aber er kam nicht von selbst. Er bedurfte Aufopferung, Selbstdisziplin, Entschlossenheit und Kraft, die uns mehr als zehn Stunden täglich arbeiten ließ. Die Arbeit ist – was ich oft betone – meine Passion. Sie hatte immer einen konkreten Zweck: Ich wollte Patienten helfen, die keine Chance hatten, in die Welt der Töne zurückzukehren, weil eine entsprechende Behandlung für Sie nicht zugänglich war – setzte Prof. Skarżyński fort.

Der Professor riet den Studenten, dass sie kein Risiko scheuen. Bei dieser Gelegenheiten erinnerte er daran, was für eine große Herausforderung die ersten Versuche der Behandlung von Hörschäden und einzelne bahnbrechende gehörverbessernde Operationen, darunter die weltweit erste Implantation bei einem Patienten mit partiellem Hörverlust darstellten. – Das Risiko bildet den festen Bestandteil des Fortschritts. Gehen wir es nicht ein, geben wir uns keine Chance auf Erfolg.

Prof. Skarżyński wies auch darauf hin, wie wichtig das Gehör für die Kommunikation ist, die für den Bildungs- und Entwicklungsprozess von enormer Bedeutung ist.

Während der Feier wurden auch die besten Dozenten ausgezeichnet. Der Preis der „goldenen Kreide“ wurde den besten Hochschullehrern von Studenten verliehen. Die besten von ihnen erhielten Diplome mit Auszeichnungen. Verdiente Dozenten der Fakultät für Materialingenieurwesen erhielten einen Sonderpreis des Rektors der Technischen Universität Warschau.